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Etwas Neues beginnt...

Seit dem 12. März haben wir wieder Gäste bei uns. Nein, nicht die Kinder aus dem „Kinderkreis Natur, Heimat und Gesundheit“, die bereichern schon länger unser Haus. Die Rede ist von 15 Eiern, die uns freundlicher Weise wieder einmal von Uta Schlitter von der GbR Landwirtschaft in Radebeul zur Verfügung gestellt wurden.

Wieder einmal wollen wir entdecken, wie im Kleinen und Verborgenen Neues entsteht. Doch in diesem Jahr entdecken wir Mitarbeitenden noch mehr: viele Parallelen zu unserer jetzigen Situation im Haus.

15 Eier liegen in Utas Eierkarton. Ziemlich verloren sehen sie aus, jedes anders, jedes aus einem anderen Stall. Man kann sich nicht vorstellen, dass alle in den Brutkasten passen, aber jedes Kind nimmt liebevoll ein Ei und legt es an seinen Platz.

Auch wir freuen uns über die Kinder aus dem Kinderhaus ... Manchmal ist es richtig voll bei uns, aber auch wir entdecken: Jeder ist besonders und findet seinen Platz. Das gilt auch für uns Mitarbeitende, und natürlich sind wir sehr traurig, dass dieser Standort im Sommer 2026 geschlossen wird.

Nun sind die Eier im Brutkasten. Die Vorschüler kümmern sich darum, dass Feuchtigkeitshaushalt und Temperatur stimmen. Der Brutkasten bewegt die Eier hin und her.

Auch wir bleiben noch anderthalb Jahre in unserem Haus – jeder Moment und jede Begegnung miteinander und mit den Kindern ist eine wertvolle Erfahrung. Wir werden aber auch bewegt und lassen uns bewegen. Wir fragen: „Was ist das Besondere an diesem Haus?“ – „Was macht uns aus?“ – „Was wollen wir bewahren?“ – „Was wollen wir verändern?“ – „Wohin wollen wir wachsen?“

Die Küken im Verborgenen wachsen und verändern sich und haben hoffentlich in 21 Tagen genug Kraft, aus der Enge in die Weite zu gehen. Ein bisschen dürfen wir sie dann noch behalten, aber dann gehen sie wieder zurück zum Bauernhof, wo jedes seinen Platz hat.

So keimt auch in uns eine Hoffnung, dass die Schließung des Kinderhauses nicht das Ende ist. Wir wissen, dass Veränderung notwendig ist. Aber wir können diese mitgestalten – und das tun wir in guter Hoffnung und in der festen Zuversicht, getragen zu sein.

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